2021 – Quo vadis? – Ein kritischer Beitrag – der aber auch Hoffnung macht!

2021 – Quo vadis? – Ein kritischer Beitrag – der aber auch Hoffnung macht!

So. Ärmel hoch und ab ins neue Jahr! Proben, Konzerte und Auftritte. Reisen planen und mit Freunden gemeinsam singen! Ja, genauso haben wir uns das vorgestellt.


Onlineprobe, Noten versenden, Dirigat per Skype: Ich weiss gar nicht, was wir noch machen sollen.


Doch nicht das geringste haben wir angehen können. Fast seit einem Jahr steht der Konzert- und Auftrittsbetrieb des Chores. Im Sommer 2020 haben wir wenigstens unter strengsten Corona-Hygene-Regeln ein paar Proben machen können. Ein großer Aufwand – für nichts. Unser Chorleiter Stefan Steinröhder hat im letzten Jahr alles gegeben, damit die Sänger „bei der Stange“ bleiben. Ein Mammutaufgabe. Nach dem Sommer sind die Coronazahlen wieder gestiegen und die Proben mussten wieder eingestellt werden. Danach wurden neben Onlineproben und sonstigem auch Dirigate per Skype und Onlinevideos angeboten. Da gehen einem auch langsam die Ideen aus. Denn nur eine gemeinsame Probe bringt den Chor nach vorne.


„Was wird aus dem Chor?“


Im Frühjahr steht die Jahreshauptversammlung an. In Anbetracht der digitalen Ausstattung der Mitglieder durchaus möglich. Eine Option die aktuell diskutiert wird. Doch, wie geht es weiter. Für einen so großen Chor wie dem MGV Sängerkreis Wülfrath ist diese Vollbremsung eine Katastrophe in mehrfacher Hinsicht.

  • Die Mitglieder kennen sich seit vielen Jahren und sind untereinander befreundet. Soziale Kontakte untereinander brechen zusammen
  • Für das musikalische Fortkommen ist das extrem hinderlich. Der Chor hat mit seinem neuen Chorleiter einen fantastischen Start hingelegt auf dem man aufbauen konnte. Das Weihnachtskonzert 2019 war der Start und auch das vorrübergehende, konzertante Ende. Nun beginnt dieser Prozess von vorne.
  • Keine Auftritte und Konzerte bedeuten, das der Chor langsam in der Versenkung verschwindet. Sich wieder zu berappeln und aufzutreten wird nötiger denn je um nicht in Vergessenheit zu geraten. Nicht aufzutreten bedeutet widerrum keine möglichen Zugänge von neuen Sängern.
  • Keine Auftritte und Konzerte bedeutet – Keine Einnahmen. Ohne finanzielle Hilfe wird es auf Dauer nicht gehen. Wir brauchen Unterstützung von aussen.
  • Ein Punkt darf man nicht aussen vorlassen. Singen bedeutet Atmen – viel Atmen. Oder anders: Wir verströmen Aerosole! Chöre gelten im Moment als Superspreader. DAs gefällt nicht jedem im Publikum…..

Kurzum: Was wird aus dem Chor wenn es nicht langsam wieder losgeht? Eine schwierige Frage. Aber wir haben auch Glück.

Wir haben einen Vorstand und einen Chorleiter, die nicht aufgeben und unermütlich daran arbeiten, für die Zeit nach Corona zu planen. Konzerte, Auftritte, unser Sommerfest (wahrscheinlich 2022) und eine Reise nach Georgien. All das wird geplant und das auch mit dem größten Optimismus. Sie versuchen die Sänger zu begeistern und mitzunehmen wo es nur geht. Es lassen sich auch alle mitnehmen. Und das ist gut so. So lange der Chor exisitiert hat er immer zueinander gefunden. Auch in schwierige Zeiten. Und das wird auch dieses mal so sein! Der MGV lässt sich nicht unterkriegen – auch nicht von einem Virus!

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