Volkstrauertag – Singen am Ehrenmal im Stadtpark Wülfrath


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Wie und warum wird der Volkstrauertag begangen?

Der Volkstrauertag wird in Deutschland seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Er erinnert an Opfer von Gewaltherrschaften und Kriegstote aller Nationen.

Entstehung des Volkstrauertags

1919 wurde in der Weimarer Republik vorgeschlagen, zum Gedenken an die im ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten, einen Volkstrauertag einzuführen. Infolgedessen fand der erste Volkstrauertag am 26. Februar 1926 statt, wurde jedoch nicht zum gesetzlichen Feiertag erklärt. 1934 wurde er im Zuge der nationalsozialistischen Diktatur in den Heldengedenktag umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Tradition des Volkstrauertags in den westlichen Besatzungszonen ihre ursprüngliche Form zurück. Parallel dazu wurde in der DDR der „Internationale Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg“ eingeführt und mit der Wiedervereinigung wieder abgeschafft. Um den Volkstrauertag deutlich vom Heldengedenktag abzugrenzen, wurde er auf das Ende des Jahres verschoben, welches theologisch gesehen mit den Themen Zeit, Tod und Ewigkeit in enger Verbindung steht.

Bräuche am Volkstrauertag

In Deutschland findet jedes Jahr zum Volkstrauertag eine Gedenkstunde im Deutschen Bundestag statt. Dabei hält der Bundespräsident in Anwesenheit der Bundeskanzlerin, des Kabinetts und des Diplomatischen Korps eine Rede. Traditionell werden außerdem in vielen Regionen Kranzniederlegungen durchgeführt.

In England wird das Remembrance Day Weekend veranstaltet, wobei am 11. November zwei Schweigeminuten gehalten und künstliche Mohnblumen verkauft werden. Sie sollen an die vom Blut rot gefärbten Felder im Ersten Weltkrieg erinnern. Auf die gleiche Art und Weise wird der 11. November in Kanada begangen. In den USA hingegen dient dieser Tag der Erinnerung und Würdigung aller Veteranen der Weltkriege.

Wissenswertes zum Volkstrauertag

  • Am Volkstrauertag werden die Flaggen auf halbmast gesetzt, um Trauer auszudrücken.
  • Das Online-Gedenkportal „lichter-der-ewigkeit.de“ bietet Zugriff auf 4,6 Millionen Daten von gefallenen Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.